Interdisziplinäres Zentrum für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie wird Europäisches Referenzzentrum

Bereits seit März 2021 werden im Waldkrankenhaus hochkomplexe Operationen an der Wirbelsäule mit Hilfe eines robotischen Assistenzsystems (Mazor X Stealth Station, Firma Medtronic) durchgeführt. Digitale Integration, maschinelle Präzision in Verbindung mit menschlicher Flexibilität, Sensibilität und Erfahrung – Dr. med. Klaus Schnake, Chefarzt des interdisziplinären Zentrums für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie und sein Team können mit diesem System die beste Behandlung für ihre Patienten garantieren.

 

Referenzzentrum für robotisch-assistierte Wirbelsäulenchirurgie

Der weltweit führende Anbieter von Medizintechnik Medtronic hat nun das interdisziplinäre Zentrum für Wirbelsäulen- und Skoliosetherapie zum europäischen Referenzzentrum ernannt und würdigt damit den erfolgreichen Einsatz und die Weiterentwicklung der Technik durch das Waldkrankenhaus.

Medtronic Vice Präsidenten David Carr, der für die Gesamte GIGA Region (Griechenland, Israel, Germany, Alpine) zuständig ist, besuchte das Waldkrankenhaus persönlich, um die Ernennung an den Geschäftsführer Dr. med. Carsten Haeckel und den Chefarzt Dr. med. Klaus Schnake zu übergeben.

„Führende Wirbelsäulenchirurgen aus ganz Europa werden nun regelmäßig zur Hospitation nach Erlangen kommen, um in ihrem Krankenhaus den Einsatz des OP-Roboters in der Wirbelsäulenchirurgie kennenzulernen. Bereits im Dezember werden die ersten Spezialisten für Wirbelsäulenchirurgie bei ihnen eintreffen“, so Carr bei der Übergabe des Zertifikats.

„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung und die damit verbundene Kooperation mit einem der wichtigsten Anbieter in diesem Bereich“, resümiert Chefarzt Dr. K. Schnake. „Damit nehmen wir nicht nur regional, sondern auch deutschland- und europaweit eine Vorreiterrolle im Bereich der modernen Wirbelsäulenchirurgie ein.“

 

Kürzere und schonendere Wirbelsäulenoperationen für die Patienten

Die Vorteile der Patienten bei komplexen Operationen an der Wirbelsäule mit Hilfe des robotischen Assistenzsystems sind eindrucksvoll: Auch in schwierigen Fällen erlaubt es die Technik Implantate mit höchster Präzision einzubringen.

Zusätzlich wird der Blutverlust während der Operation gesenkt, die Strahlenbelastung im OP und das Risiko für Komplikationen und Nachoperationen verringert.

Zusätzlich steht durch den „O-Arm“ (Firma Medtronic) ein intraoperatives 2D/3D-Bildgebungssystem zur Verfügung, dass es ermöglicht, hochwertige und genaue intraoperative Röntgenaufnahmen zu erstellen.

Auch nach der OP profitieren die Patienten vom Einsatz des OP-Roboters: Geringerer Wundschmerz, schnellere Mobilität und zeitnahe Wiedereingliederung in den Alltag.