Robotisch-assistierte Wirbelsäulenchirurgie ist sicher und effektiv!

Das sind die Ergebnisse dreier kürzlich veröffentlichter internationaler Meta-Analysen, also Übersichtsarbeiten, in die Daten zahlreicher wissenschaftlicher Studien einfließen. Die Autoren werteten dabei Ergebnisse tausender Patienten aus.

Ihr Fazit: Der Einsatz eines Roboters bei Eingriffen an der Wirbelsäule

  • erhöht die Genauigkeit der eingebrachten Implantate (Schrauben)
  • senkt den Blutverlust während der Operation
  • schont benachbarte Strukturen der Wirbelsäule
  • reduziert die Strahlenbelastung im OP
  • führt zu weniger Komplikationen und Nachoperationen und
  • verkürzt auch den Krankenhausaufenthalt

im Vergleich zu den Standardtechniken.


Die aktuellen Studien zeigen also eindeutig die Überlegenheit des Roboters in der Wirbelsäulenchirurgie auf. Einziger Wehrmutstropfen sind die mit der Anschaffung und dem Betrieb des Roboters verbundenen Kosten für das Krankenhaus. Dies ist der Hauptgrund dafür, dass sich die Technologie bislang noch nicht flächendeckend durchsetzen konnte. Das Malteser Waldkrankenhaus St. Marien hat diese Kosten aber nicht gescheut und setzt den Roboter bei komplexen Eingriffen für die Sicherheit und Genesung seiner Patienten ein.

 

 

 

 

 

Literatur:
1. Fu et al. Robot-assisted technique vs conventional freehand technique in spine surgery: A meta-analysis. Int J Clin Pract. 2021 May;75(5):e13964
2. Li et al. The safety and accuracy of robot-assisted pedicle screw internal fixation for spine disease: a meta-analysis. Bone Joint Res. 2020 Oct 10;9(10):653-666.
3. Junyu et al. The impact of robot-assisted spine surgeries on clinical outcomes: A systemic review and meta-analysis. Int J Med Robot. 2020 Dec;16(6):1-14