Rückenschmerzen

Umfassende Behandlung zur Linderung Ihrer Beschwerden

Über 80 % der Bevölkerung leiden im Laufe ihres Lebens an Rückenschmerzen. Der Großteil der Betroffenen ist 50 Jahre oder älter, jedoch können auch im Kinder- und Jugendalter Rückenschmerzen auftreten.

Oft helfen schon Bewegung, gezieltes Muskeltraining, Schmerzmitteleinnahme oder Entspannungsübungen. Rückenschmerzen können aber auch ein Hinweis auf weitere Erkrankungen sein.

Am Malteser Waldkrankenhaus St. Marien arbeiten alle Fachbereiche eng zusammen um eine genaue Diagnose Ihrer Rückenschmerzen stellen und damit auch die für Sie richtige Therapie einleiten zu können.

Ursachen und Symptome

Rückenschmerzen haben verschiedenste Ursachen

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Rückenschmerzen. Zum einen die „akuten“ Schmerzen, welche plötzlich auftreten  und weniger als zwölf Wochen andauern. Zum anderen die „chronischen“ Rückenschmerzen, die dauerhaft vorhanden sind.

Auch wenn bei zahlreichen Patienten Verspannungen und Bewegungsmangel die Ursache von Rückenschmerzen sind: Rückenschmerzen muss man immer ernst nehmen. Diese können auch Anzeichen zahlreicher anderer Krankheitsbilder sein. Daher ist es wichtig, die genaue Ursache zu kennen.

Wie entstehen Rückenschmerzen?

Wie entstehen Rückenschmerzen?

Häufig sind langes Sitzen, z. B. vor dem Computer oder auch einseitige Belastungen, wenig Bewegung und Übergewicht die Ursachen. Hierdurch kann es zu schmerzhaften Muskelverspannungen, gedehnten Bändern oder verkürzten Sehnen kommen.

 Ein Teil der Rückenschmerzen ist nicht-spezifisch, d. h. es kann, trotz genauer Suche, keine eindeutige Ursache gefunden werden.

Sehr häufig bestehen mehr oder weniger starke Abnutzungserscheinungen (Verschleiß) an der Wirbelsäule. Allerdings muss eine starke Abnutzungserscheinung nicht zwingend starke Schmerzen verursachen.

Im Gegensatz hierzu kann jedoch eine geringe Abnutzung, an einer ungünstigen Stelle, sehr starke Rückenschmerzen verursachen.

Welche Alarmzeichen gibt es bei Rückenschmerzen?

Welche Alarmzeichen gibt es bei Rückenschmerzen?

Akute oder chronische Rückenschmerzen betreffen häufig nicht nur den Rückenbereich, sie können auch von Beschwerden begleitet werden, die die Arme und/oder Beine betreffen. Treten Taubheitsgefühle, Lähmungen oder auch Blasen-Mastdarm-Störungen auf, ist das ein Alarmzeichen für eine akute, ernstere Ursache. Suchen Sie dann bitte sofort einen Arzt auf.

Diagnostik

So finden wir die Ursache für Ihre Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Am Malteser Waldkrankenhaus St. Marien sind wir auf Rückenschmerzen spezialisiert. Mit der nötigen und genau auf Sie abgestimmten Diagnostik finden wir heraus, was der Grund für Ihre Beschwerden ist.

 

Bildgebende Untersuchungen zur Erkennung spezifischer Schmerzursachen

Sollten die Beschwerden trotz konservativer Therapie länger als vier bis sechs Wochen anhalten, sollte eine Kernspintomografie (MRT) des betreffenden Wirbelsäulenbereiches durchgeführt werden. Eventuell ist auch eine Röntgenuntersuchung ergänzend sinnvoll. Unter bestimmten Bedingungen, z.B. bei vorausgegangenen Wirbelbrüchen, Osteoporose (Abnahme der Knochenqualität) oder nach Vor-Operationen, kann eine Computertomografie (CT) oder eine Knochendichtemessung zur Diagnosestellung hilfreich sein.

 

Ausführliche Untersuchung mit Funktionstests

Nach einem ausführlichen Gespräch (Anamnese) erfolgt eine körperliche Untersuchung. Dabei überprüfen wir neben Ihrer Körperhaltung auch die Ausrichtung Ihrer Wirbelsäule. Zudem suchen wir nach bestehenden Druck- oder Bewegungsschmerzpunkten und testen die Wirbelsäulenbeweglichkeit. Außerdem prüfen wir im Rahmen der neurologischen Untersuchung die Sensibilität, die Reflexe und die Kraft Ihrer Muskeln.

Behandlung

Konservative Behandlungsmethoden

Konservative Behandlungsmethoden

Bei Rückenschmerzen hilft meist eine konservative Behandlung.

In über 80 % der Fälle genügen meist einfache Maßnahmen, um die Schmerzen in den Griff zu bekommen. Hierzu zählen schmerzlindernde Medikamente, Krankengymnastik und gezielte muskelkräftigende Übungen.

 

Infiltrationstherapie bei Rückenschmerzen

Eine zusätzliche Möglichkeit, wenn die konservativen Maßnahmen keine ausreichende Wirkung erzielen, sind Infiltrationen im Bereich der Wirbelsäule. Hierbei wird unter Röntgenkontrolle ein lokales Betäubungsmittel und bei Bedarf auch ein entzündungshemmendes Medikamente genau an den schmerzhaft veränderten Bereich der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule gespritzt. Für einen dauerhaften Effekt sollten diese Maßnahmen mit Krankengymnastik, schmerzlindernden Medikamenten und muskelaufbauendem Training kombiniert werden.

 

Multimodale Schmerztherapie (MMST)

Eine multimodale Schmerztherapie ist sinnvoll, wenn es sich um chronische nicht-spezifische Schmerzen (länger als drei Monate bestehend) handelt, und eine konservative oder auch operative Therapie keine ausreichende Beschwerdelinderung erbracht hat.

Bei der multimodalen Schmerztherapie werden körperliche, soziale und psychologische Ursachen behandelt. Ärzte, Psychologen, Physio- und Sporttherapeuten entwickeln gemeinsam für Sie ein individuelles Behandlungskonzept aus verschiedenen, wirksamen Therapiebausteinen.

Hier arbeiten wir mit verschiedenen Zentren in der näheren Umgebung zusammen und stellen, auf Wunsch, gerne den Kontakt her.

Operative Behandlungsmethoden

Operative Behandlungsmethoden

Wirbelsäulenchirurgie

Wenn die Schmerzen durch die konservative Therapie (inkl. Infiltrationstherapie) nicht ausreichend gelindert werden oder zwingende Gründe vorliegen, dann kann eine Operation sinnvoll sein. Dies ist natürlich immer eine individuelle Entscheidung.

Gut zu wissen: Operationen an der Wirbelsäule sind heute sehr sicher und werden bei uns wann immer möglich minimalinvasiv, mikrochirurgisch oder auch endoskopisch durchgeführt. Hierbei können die Hautschnitte (sehr) klein gehalten werden. Dank dieser Methoden verbleiben deutlich kleinere Narben. Zudem sind Sie schneller wieder auf den Beinen und die Dauer der Nachbehandlung verkürzt sich.

 

Epidurale Rückenmarkstimulation (spinal cord stimulation, kurz SCS)ein Ausweg, wenn nichts Anderes mehr richtig hilft

Zur Behandlung chronischer Schmerzen, die keiner sonstigen konservativen oder operativen Therapie zugänglich sind, setzten wir die epidurale Rückenmarkstimulation ein. Hierbei werden eine oder mehrere Elektroden auf dem Rückenmark platziert und mit einem Impulsgenerator, welcher ähnlich wie ein Herzschrittmacher funktioniert, verbunden. Mit diesem System können elektrische Impulse an das Rückenmark gesendet werden, die eine Schmerzreduktion herbeiführen können.